Frettchen
Frettchen sind obligate Fleischfresser mit sehr kurzem Verdauungstrakt; sie können Kohlenhydrate oder Ballaststoffe nicht verdauen, und Zucker kann ein Insulinom auslösen.
6 Lebensmittel für Frettchen geprüft
Toxikologie-Profil
Kohlenhydratintoleranz
Frettchen fehlen die Speichel- und Pankreasamylase und sie besitzen keinen funktionellen Blinddarm. Unverdaute Kohlenhydrate vergären im kurzen Darm und verursachen Durchfall, Blähungen und eine chronische Überstimulation der Beta-Zellen.
Insulinom-Risiko
Zucker in der Nahrung ist der wichtigste lebensstilbedingte Auslöser für ein Insulinom — Beta-Zell-Tumoren der Bauchspeicheldrüse, die eine lebensbedrohliche Hypoglykämie verursachen. Selbst Fruchtzucker und Rosinen können die Insulinausschüttung chronisch anregen und die Tumorentwicklung beschleunigen.
Taurin- und Carnitinmangel
Pflanzlichen Proteinen fehlen das Taurin und L-Carnitin, die Frettchen für die Herzfunktion benötigen. Eine auf nicht-tierischem Protein basierende Ernährung führt zu einer dilatativen Kardiomyopathie, die sich oft im Alter von 3–4 Jahren zeigt.
Am stärksten gefährdete Systeme
Gefährlichste Lebensmittel
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Lebensmittelkategorie
2 von 6 Lebensmitteln werden angezeigt
Filter zurücksetzenXylitol (Birkenzucker)
Xylitol ist für Frettchen äußerst gefährlich und zählt zu den giftigsten Lebensmittelbestandteilen überhaupt. Bereits winzige Mengen – weit unterhalb dessen, was bei Hunden kritisch wird – können bei Frettchen eine lebensbedrohliche Unterzuckerung und schwere Leberschäden auslösen. Sobald ein Frettchen Xylitol aufgenommen hat, ist sofortige tierärztliche Notfallversorgung unbedingt erforderlich.
Kaffee
Kaffee ist für Frettchen hochgradig giftig und kann bereits in kleinsten Mengen lebensgefährliche Vergiftungserscheinungen auslösen. Das enthaltene Koffein greift das Herz-Kreislauf-System und das Zentralnervensystem von Frettchen massiv an. Jeder Kontakt mit Kaffee, Kaffeepulver, Espresso oder kaffeehaltigen Produkten erfordert sofortige tierärztliche Notfallbehandlung.