Katzen
Tierart-Leitfaden

Katzen

Als obligate Fleischfresser fehlen Katzen mehrere entgiftende Enzyme (insbesondere die Glucuronidierung), daher sind viele für Hunde unbedenkliche Pflanzenstoffe für sie gefährlich.

1 sicher (14 %) 4 Vorsicht (57 %) 2 giftig (29 %)

7 Lebensmittel für Katzen geprüft

Toxikologie-Profil

Glucuronidierungs-Defizit

Katzen fehlt das Leberenzym UGT1A6, wodurch sie gängige Verbindungen wie Paracetamol und viele Pflanzenphenole nicht entgiften können. Diese Substanzen reichern sich schon bei niedrigen Dosen rasch bis zu tödlichen Werten an.

Allium-Überempfindlichkeit

Zwiebel- und Knoblauchdisulfide verursachen bei Katzen schon bei 3× niedrigeren Dosen als bei Hunden eine Heinz-Körper-hämolytische Anämie. Selbst pulverförmige Formen in Babynahrung oder Brühen stellen ein ernstes Risiko dar.

Toxizität ätherischer Öle

Teebaumöl, Polei-Minze und viele aus Zitrusfrüchten gewonnene Öle werden rasch über Haut und Darm aufgenommen. Ohne ausreichende Glucuronidierung reichern sie sich an und führen zu Leberversagen und neurologischem Kollaps.

Am stärksten gefährdete Systeme

Leber Rote Blutkörperchen Nieren Nervensystem

Gefährlichste Lebensmittel

  1. 1 Zwiebeln
  2. 2 Macadamia-Nüsse

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Knochen

Knochen gehören zu den physikalisch gefährlichsten Lebensmitteln, die Katzen angeboten werden können – besonders wenn sie gekocht sind. Gesplitterte Knochenfragmente können die Speiseröhre, den Magen oder den Darm perforieren und binnen Stunden eine lebensbedrohliche Peritonitis auslösen. Rohe Knochen sind unter strenger Aufsicht und bei richtiger Auswahl etwas weniger riskant, erfordern aber dennoch klinisches Urteilsvermögen.

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Pistazien

Pistazien sind für Katzen nicht akut lebensgefährlich, aber auch keineswegs harmlos. Ihr hoher Fett- und Salzgehalt sowie mögliche Schimmelkontamination (Aflatoxine) machen sie zu einem ungeeigneten Snack. Katzenhalter sollten Pistazien grundsätzlich aus der Reichweite ihrer Tiere fernhalten.

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Zimt

Zimt ist für Katzen nicht akut lebensbedrohlich, aber auch kein harmloses Gewürz. Schon kleine Mengen Zimtpulver können Schleimhautreizungen und Magen-Darm-Beschwerden auslösen, während Zimtöl selbst in geringen Dosen ernsthafte Reaktionen hervorrufen kann. Katzenbesitzer sollten ihr Tier konsequent von Zimt fernhalten.

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Tomaten

Reife Tomaten sind für Katzen in kleinen Mengen nur gering giftig, doch grüne Pflanzenteile – Blätter, Stiele und unreife Früchte – enthalten Solanin und Tomatin in relevanten Konzentrationen. Eine Katze, die versehentlich an einem Tomatenstrauch knabbert, ist daher gefährdeter als eine, die ein winziges Stück reife Tomate frisst. Vorsicht ist dennoch generell angebracht, da Katzen empfindlicher auf Solanin-Alkaloide reagieren als viele andere Spezies.

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