Pferde
Pferde sind große Enddarmfermentierer, anfällig für Koliken und Hufrehe; plötzliche Zucker-/Stärkemengen und bestimmte Früchte mit Kernen bergen ernste Risiken.
5 Lebensmittel für Pferde geprüft
Toxikologie-Profil
Dickdarmazidose & Hufrehe
Plötzliche Zucker- oder Stärkeüberladungen vergären im Blinddarm und erzeugen Milchsäure, die nützliche Bakterien abtötet, Endotoxine freisetzt und eine systemische Entzündung auslöst. Dies kann innerhalb von Stunden zu akuter Hufrehe — der schmerzhaften Rotation des Hufbeins — fortschreiten.
Zyanogene Kerntoxizität
Steinobstkerne (Pfirsich, Pflaume, Kirsche, Aprikose) enthalten Amygdalin, das Darmbakterien in Blausäure umwandeln. Ein einziger Kern kann genug Zyanid freisetzen, um bei einem Pferd ein rasches Atemversagen zu verursachen.
Fruktan-Empfindlichkeit
Kühljahreszeitgräser reichern nach kalten Nächten oder Trockenstress Fruktane (Fruktosepolymere) an. Pferde mit Hufrehe in der Vorgeschichte können innerhalb von Stunden nach dem Grasen auf fruktanreicher Weide akute Schübe erleiden.
Am stärksten gefährdete Systeme
Gefährlichste Lebensmittel
Alle 5 geprüften Lebensmittel
Lebensmittelkategorie
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Macadamia-Nüsse
Macadamianüsse sind für Pferde giftig und sollten unter keinen Umständen verfüttert werden. Der genaue Wirkmechanismus ist bis heute nicht vollständig geklärt, doch selbst kleine Mengen können ernsthafte neurologische und muskuloskelettale Symptome auslösen. Bei Verdacht auf Aufnahme ist sofortiges tierärztliches Handeln erforderlich.
Kartoffeln
Kartoffeln gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und enthalten das Alkaloid Solanin, das für Pferde toxisch sein kann. Rohe, grüne oder gekeimte Kartoffeln stellen das größte Risiko dar und sollten Pferden grundsätzlich nicht gefüttert werden. Gekochte, reife Kartoffeln ohne grüne Stellen können in sehr kleinen Mengen als gelegentlichen Snack toleriert werden, sind aber kein empfehlenswertes Futtermittel.
Speiseeis
Speiseeis ist für Pferde keine sichere Leckerei: Laktose, Zucker und Zusatzstoffe belasten den empfindlichen Verdauungstrakt erheblich. Kleine Mengen führen selten zu schwerwiegenden Folgen, aber ab etwa 100–200 g kann es zu gastrointestinalen Störungen kommen. Besonders laktoseintolerante Pferde, Ponys und Tiere mit Stoffwechselerkrankungen reagieren empfindlicher.
Spinat
Spinat ist für Pferde nicht akut giftig, enthält jedoch erhebliche Mengen an Oxalsäure und Nitraten, die bei regelmäßiger Fütterung den Kalziumstoffwechsel und die Nierengesundheit belasten können. Gelegentlich in kleinen Mengen gereicht, ist das Risiko gering – problematisch wird es erst bei dauerhafter, größerer Zufuhr über Wochen. Vorsicht ist geboten, insbesondere bei Pferden mit Nierenerkrankungen, Kalziummangel oder trächtigen Stuten.
Äpfel
Äpfel sind in Maßen ein klassisches, sicheres Leckerli für Pferde. Schneiden Sie sie in Stücke, um eine Schlundverstopfung zu verhindern, und begrenzen Sie die Menge, da sie viel Zucker enthalten.